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Blockheizkraftwerk (BHKW) - Kosten, Nutzen und Förderung

Foto: Marthafrieda / WikiCommonsFoto: Marthafrieda / WikiCommonsBlockheizkraftwerke sind vor allem aufgrund ihres hohen Effizienzgrades sehr gefragt. Durch die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme mithilfe der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann das Blockheizkraftwerk auch für Privatnutzer interessant sein. Das Blockheizkraftwerk nutzt die entstehende Abwärme des Motors bei der Stromproduktion und ist dadurch besonders effizient und ressourcenschonend.

Hinzu kommt die staatliche Förderung, die im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien sogar noch erhöht wurde. Bei der Strom- und Wärmeproduktion durch ein Blockheizkraftwerk wird nicht nur eingespeiste Energie, sondern auch die selbst verbrauchte Energie staatlich gefördert.

Blockheizkraftwerk (BHKW) Kosten

Vor allem die Mini- und Mikro-BlockheizkraftwerkeFoto: Franko30 / WikiCommonsFoto: Franko30 / WikiCommons haben einen verhältnismäßig hohen Anschaffungspreis. Das Vorzeigemodell „Dachs“ des Marktführers Senertec kostet bereits in der Basisversion etwa 20.000€. Hinzu kommen die Wartungskosten und die Kosten für das Biogas. Der Bund ist an dem BHKW Ausbau interessiert und fördert neben der Energieproduktion auch die Anschaffung der Geräte. (siehe Förderung)

Eine Alternative könnte das sogenannte Contracting sein, dass Energieanbieter wie Lichtblick oder Vattenfall anbieten. Beim Contracting wird die Anlage nicht vom Nutzer, sondern durch den Anbieter finanziert. Die endgültige Finanzierung durch den Verbraucher kann auch unterschiedliche Weise, beispielsweise durch die Investition der eingesparten Energiekosten geschehen. Der Vorteil dieser Investitionsform ist, dass keine einmalig große Summe investiert werden muss, dass der Anbieter das Risiko der Investition mitträgt und es sich in der Regel ein Komplettangebot mit Wartung und Rohstoffversorgung handelt.

Förderung Blockheizkraftwerk

Foto: Franko30 / WikiCommonsFoto: Franko30 / WikiCommonsWie bei anderen erneuerbaren Energien wird der eingespeiste Strom auch beim Blockheizkraftwerk vergütet. Neben der Einspeisevergütung für eingespeisten Strom wird aber auch jede durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte kWh mit 5,41 Cent (für Anlagen die nach dem 18. Juli 2012 installiert wurden) vergütet. Dadurch lohnt sich das Blockheizkraftwerk bei der Selbstnutzung des produzierten Stroms doppelt. Wenn das BHKW mit Biomasse betrieben wird, steigt die Vergütung um 2-3 Cent/kWh an.

Um die Förderung zu erhalten, muss das Blockheizkraftwerk bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angemeldet werden. Eine Liste förderfähiger Geräte mit der jeweiligen Fördersumme finden Sie hier.

Neben einer Produktions- und Einspeisevergütung wird auch die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks mit einem Zuschuss gefördert. Die Förderungen sind jedoch nicht zentral, sondern auf viele Instanzen aufgeteilt. Neben einem Zuschuss des Bundes im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes vergibt die KfW zinsgünstige Kredite.

Ebenso gibt es in den Bundesländern verschiedene Förderungen, um den Ausbau der Blockheizkraftwerke voranzutreiben.

Nachteil Blockheizkraftwerk

In der Regel sind Blockheizkraftwerke wärmegeführt. Strom entsteht nur als Nebenprodukt und lediglich die benötigte Wärmemenge ist ausschlaggebendes Kriterium für die Wirtschaftlichkeit. Ein BHKW ist umso wirtschaftlicher je höher die Betriebsstundenzahl ist. Diese wird nur an den Wärmeverbrauch angepasst, um die produzierte Energie auch zu nutzen. Als Faustregel lässt sich sagen, dass wärmegeführte Blockheizkraftwerke sich erst bei einem hohen Wärmeverbrauch lohnen.


Tipp: Das Blockheizkraftwerk ist eine der effizientesten erneuerbaren Energien. Allerdings erschweren die hohen Investitionskosten und der wärmegeführte Betrieb die Wirtschaftlichkeit. Mithilfe der unterschiedlichen Förderungen können die Kosten deutlich gesenkt werden und das Blockheizkraftwerk zu einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Alternative werden. Hier können Sie die Wirtschaftlichkeit eines BHKWs berechnen lassen.

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