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Bericht der EU-Kommission sieht Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energien in Gefahr

Nur in Schweden, Österreich und Estland läuft der Ausbau der erneuerbaren Energien nach Plan. Alle anderen EU-Mitgliedstaaten inklusive Deutschland laufen Gefahr das Ausbauziel für 2020 zu verfehlen, sollten keine neuen Anreize gesetzt und bürokratische Hürden beseitigt werden. Das berichtete die EU-Kommission vergangene Woche an Parlament und Ministerrat.


Der Bericht der Kommission analysiert administrative und bürokratische Hürden, Änderungen der nationalen Ausbaupläne und berücksichtigt auch den Einfluss der andauernden Wirtschaftskrise auf die Investitionsbereitschaft im Erneuerbare-Energien-Sektor. Das Ergebnis ist ernüchternd: Aufgrund eines intensiven Ausbaus der Erneuerbaren in 2009 und 2010 konnten fast alle EU-Staaten ihr Zwischenziel für 2010 erreichen oder sogar übertreffen, seither stagniert der Ausbau aber. Die Flaute in der europäischen Wirtschaft könnte jetzt sogar dazu führen, dass einige Staaten bis 2020 sogar hinter den Energiemix von 2010 zurück fallen.

Einzig der Ausbau der Solarenergie scheint dank des starken Wachstums der letzten Jahre auch langfristig gesichert. Bei allen anderen erneuerbaren Energieträgern geht der EU-Kommission der Ausbau aber nicht schnell genug. Windenergie könne nach derzeitigem Stand bis 2020 nur etwa die Hälfte der geplanten Leistung erzeugen und auch die Biomasseproduktion liege hinter den gesteckten Zielen zurück.

Derzeit berät die EU-Kommission über Post-2020-Ziele und befragt hierzu auch die Öffentlichkeit. Ein Vorschlag sieht dabei auch ein eigenständiges Ausbauziel für erneuerbare Energien bis 2030 vor, dass in Absprache mit den Mitgliedstaaten festgelegt werden soll.

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